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Die Kastration meiner Katze - BCF VZW

Kat als huisdier



Die Kastration meiner Katze

Seit September 2014 müssen in Belgien Katzen und Kätzchen, die den Besitzer wechseln, zwingend kastriert sein. Aber die Kastration hat für jede Katze Vorteile.

Was passiert, wenn meine Katze kastriert wird?

Bei der Kastration wird Ihre Katze durch chirurgische Entfernung oder Unterbindung der Hoden oder Eierstöcke unfruchtbar gemacht. Dies geschieht unter Vollnarkose. Bei einer Kätzin prüft der Tierarzt gleichzeitig, ob er Auffälligkeiten an der Gebärmutter sieht. Wenn er welche findet, entfernt er auch die Gebärmutter.

Nach der Kastration hält der Tierarzt Ihre Katze noch einige Stunden zur Beobachtung. Noch am selben Tag dürfen Sie Ihre Katze wieder mit nach Hause nehmen.

Ist meine Katze nach der Kastration sofort unfruchtbar?

Das unterscheidet sich zwischen Katern und Kätzinnen. Kätzinnen sind sofort nach dem Eingriff unfruchtbar, Kater nicht. Bei ihnen ist noch einige Tage nach der Operation fruchtbares Sperma in den Samenleitern vorhanden. Halten Sie Ihren Kater daher am besten bis zu einer Woche nach dem Eingriff im Haus.

Welche Vorteile hat die Kastration meiner Katze?

Der größte Vorteil der Kastration ist, dass Ihre Katze keine Jungen mehr bekommen kann.

Weitere Vorteile für eine Kätzin:

  • Sie wird nicht mehr rollig.
  • Sie leidet nicht mehr unter Scheinschwangerschaften.
  • Sie zieht keine Kater mehr an.

Weitere Vorteile für einen Kater:

  • Kein Markierungsverhalten mehr.
  • Er kämpft viel weniger mit anderen Katern.
  • Er hat weniger den Drang herumzustreifen.
  • Geringeres Risiko für ansteckende Katzenkrankheiten, weil weniger gekämpft wird.

Welche Nachteile hat die Kastration meiner Katze?

Die Kastration Ihrer Katze hat auch einige Nachteile:

  • Risiko für Übergewicht.
  • Vollnarkose.
  • Das Fell kann sich stellenweise verfärben.
  • Kater haben ein etwas höheres Risiko für Blasen- und Harnwegsprobleme.

Was ist das beste Alter für die Kastration?

Ihr Kätzchen ist geschlechtsreif, wenn es zwischen 5 und 8 Monaten alt ist. Lassen Sie Ihr Kätzchen vorher kastrieren, um unerwünschte Würfe zu vermeiden. Manchmal wird behauptet, dass eine Kätzin zuerst einen Wurf haben muss, bevor sie kastriert wird. Dies ist jedoch absolut nicht notwendig.

Die meisten Tierärzte operieren Kätzchen ab 4 Monaten. Eine Kastration in noch jüngerem Alter kommt vor, aber die Risiken der Narkose sind dann etwas höher.

Was ist der Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation?

Die Kastration einer Kätzin wird oft als Sterilisation bezeichnet. Das ist jedoch nicht korrekt. Wenn bei einer Kätzin die Eileiter entfernt werden, handelt es sich um eine Kastration. Bei einer Sterilisation wird die Katze durch Unterbrechung der Samen- oder Eileiter unfruchtbar gemacht.

Eine Sterilisation ist also etwas anderes als eine Kastration. Beide Eingriffe werden sowohl bei Kätzinnen als auch bei Katern durchgeführt. Ein Vorteil der Sterilisation ist, dass sie für Ihre Katze weniger eingreifend ist. Ein Nachteil ist, dass sie keine eventuell gewünschte Verhaltensänderung bewirkt.

Welche Alternative gibt es zur Kastration?

Neben Kastration und Sterilisation gibt es noch weitere Alternativen. Für eine Kätzin ist die Antibabypille eine Option, die alle 7 oder 14 Tage gegeben wird. Diese Alternative ist nur empfehlenswert, wenn Sie die Rolligkeit vorübergehend hinauszögern möchten. Das Medikament hat nämlich viele Nebenwirkungen und erhöht das Risiko von Tumoren in den Milchdrüsen, Gebärmutterentzündung und Zuckerkrankheit.

Für Ihren Kater ist eine chemische Kastration über ein Implantat oder eine Injektion möglich. Das Implantat macht Ihren Kater sechs bis zwölf Monate unfruchtbar, indem es einen Stoff abgibt, der das männliche Geschlechtshormon unterdrückt. Auch die Hormoninjektion ist nur sinnvoll, wenn Sie die Fruchtbarkeit Ihres Katers vorübergehend unterdrücken möchten. Die Injektion wirkt nur 1 bis 2 Monate.